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    DAS IST DER MANN
    HINTER DEM BAUCH

    Comedy-Star Markus Krebs im exklusiven Interview über seine Witze, seine Shows, seinen MSV, die Zwangspausen und den Unterschied zwischen Friesen und Franken

    Er gilt als witzigste Ruhrpott-Schnauze des Landes, startete seine Karriere vor über zehn Jahren als Gewinner des RTL-Comedy-Grand Prix, nennt sich selbst den „Mann hinter dem Bauch“ und füllt inzwischen die großen Hallen: Markus Krebs ist einer der derzeit erfolgreichsten Komiker im deutschsprachigen Raum. Und wer ihn in Franken noch nicht kennen sollte, kann dieses Unwissen beseitigen: Die Comödie holt den bekennenden MSV-Duisburg-Fan am 20. Oktober 2022 in die Fürther Stadthalle.

    Auch beruflich verlief sein Leben früher eher unstet: Er arbeitete bei einem Geschenkartikelhersteller, verkaufte in der Weihnachtszeit Tannenbäume oder fuhr behinderte Kinder zur Schule. Gelernt hat Krebs eigentlich Groß- und Außenhandelskaufmann. Zuletzt verdiente er seine Brötchen als stellvertretender Leiter eines Baumarkts – bis der pleite ging. Die Hälfte der fälligen Abfindung verprasste Markus mit Kumpels im Party-Urlaub auf Ibiza. „Und mit der anderen Hälfte habe ich eine Fußballkneipe eröffnet“, erzählt er, „das passte.“ Für die Comödie nahm sich das Witze-Genie Zeit für ein exklusives Interview.

    Sorry, aber die Einstiegsfrage muss sein: Verraten Sie uns Ihren derzeitigen Lieblingswitz?
    Klar! Ein Ehepaar hat bereits zwei bildhübsche Töchter. Da bekommt die Frau noch einen potthässlichen Sohn. Sagt der Mann: „Du hast mich betrogen!“ Darauf die Frau: „Diesmal nicht.“
    Wie oft kommt es denn vor, dass Sie abseits der Bühne Witze erzählen sollen?
    Schon häufig. Beim Einkaufen passiert das vielleicht nicht so oft, aber in der Kneipe eigentlich immer - ganz egal, wo ich hingehe. Noch öfter aber kommen die Leute inzwischen auf mich zu und haben einen Witz für mich. Das ist natürlich nicht schlimm, das Problem dabei ist nur, dass ich die meisten davon schon kenne. Wenn wirklich mal jemand einen neuen Gag auf Lager hat, bin ich aber ein dankbarer Abnehmer.
    Wo holen Sie sich die Anregungen für Ihre Programme?
    Zum Beispiel, indem ich all die Witze erzähle, die mir andere reingedrückt haben (lacht). Ich habe außerdem einen sehr lustigen Freundeskreis, da kommen zum Glück auch immer etliche Ideen bei rum. Viele lustige Sachen passieren aber tatsächlich in der Kneipe oder auch Backstage. Das baue ich immer gern in die Shows mit ein. Das meiste, von dem ich den auf der Bühne berichte, habe ich wirklich selbst erlebt.

    Sie sind in ganz Deutschland unterwegs. Gibt’s regionale Unterschiede beim Humorverständnis? Anders gefragt: Lacht der Friese an anderen Stellen als der Franke?
    Sagen wir so – die Friesen haben meinen Duktus ein bisschen schneller drauf als die Franken. Obwohl ich selbst fränkische Wurzeln habe - mein Vater stammt aus dem Weindorf Stetten bei Karlstadt am Main - labere ich wahrscheinlich schneller, als man das hier gewohnt ist. Aber nach ein paar Minuten hat sich das jedes Mal super eingegroovt. Ich bemühe mich auf jeden Fall, so hochdeutsch wie möglich zu sprechen (lacht).
    Wie fühlt es sich an, nach der Corona-Zwangspause endlich wieder auf der Bühne zu stehen?
    Großartig. Seit ich vor mehr als elf Jahren damit angefangen habe, wollte ich nie wieder etwas anderes machen. Ich habe das wirklich vermisst, umso schöner ist es, wieder lachende Menschen zu sehen.
    Gab es während der Lockdowns mal den Moment, an dem Sie ans Aufhören gedacht haben?
    Nein, nie. Ich habe zwar andere Ideen entwickelt, zum Beispiel ein Buch über das Ruhrgebiet geschrieben („Da komm’ ich von wech“, Heyne-Verlag, 9,99 Euro - d. Red.) oder mich um meine Kneipe „Zum Hocker“ in Duisburg-Bissingheim gekümmert, die ich mit meiner Managerin betreibe. Aber es war immer klar, dass ich wieder auf die Bühne steige, sobald das geht. Das ist mein Leben.

    Man hat den Eindruck, dass sich die Überkorrektheit nochmal verstärkt hat - Stichwort Gendern zum Beispiel. Ist das für einen Komiker wie Sie Fluch oder Segen?
    Eigentlich kommt das bei mir gar nicht richtig an. Ich versuche, nicht zu viel im Internet unterwegs zu sein, und so bekomme ich viel von diesem Quatsch gar nicht mit. Ansonsten kann und muss ich mich als Komiker natürlich über alles lustig machen - bis auf Politik oder Religion. Diese Themen lasse ich bewusst bleiben.
    Sie sind leidenschaftlicher Fußball-Fan. Wann sehen wir Ihren MSV Duisburg wieder in der 2. Liga?
    Ich hoffe bald, aber wir müssen uns erstmal eine Etage weiter unten stabilisieren und nächste Saison nicht mehr gegen den Abstieg spielen. Aber ich bekomme schon auch mit, was Nürnberg und Fürth so machen. Dem FCN hätte ich den Aufstieg gewünscht, weil der Bembers als alter Cluberer ein guter Freund von mir ist. Und als neutraler Beobachter bin ich echt gespannt, wie das Derby ausgeht, das ja gleich am Anfang der Saison steigt. Das ist einfach geballte Fußball-Tradition. So etwas mag ich! (Interview: A. Hock / Fotos: Julia Feldhagen, Olli Müller)
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    Markus Krebs: „Comedy alle wegen mir?“, 20. Oktober 2022, Stadthalle Fürth. Tickets gibt’s ab 31,-- Euro unter www.ticketmaster.de oder www.markuskrebs.com.