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    Die kleine Außenstelle der Comödie

    BABYLON-KINO FÜRTH – das Sprungbrett für den Comedy-Nachwuchs

    Das Babylon-Kino am Fürther Stadtpark, genauer gesagt in der Nürnberger Straße 3, zählt zu den cineastischen Geheimtipps in der Region. Hier laufen die Filme, die für die großen Multiplex-Betriebe als nicht lukrativ genug erscheinen – und die doch oftmals die größere und anspruchsvollere Kino-Unterhaltung bieten. Seit 1990 existiert das kleine, gemütliche „Babylon“ nun schon – zuvor befanden sich hier die „Kronprinz-Lichtspiele“ – und hat sich seine Marktlücke zwischen CineCittá und Admiralpalast in Nürnberg, dem CineStar in Erlangen und seit Neuestem auch dem CinePlex in Fürth tapfer behauptet.

    Es gibt aber einen weiteren guten Grund, sich mal wieder in das mehrfach ausgezeichnete Filmtheater von Christian Ilg zu begeben: die Babylon-Kellerbühne mit 80 Plätzen, die als inoffizielle Außenstelle der Comödie Fürth genutzt wird. Hier sollen Comedy-Talente ein Sprungbrett erhalten, bevor sie eines Tages dann auch größere Theater erobern. Das schöne Motto der Reihe: „Zum Lachen in den Keller!“ Das war vor der Corona-Pandemie so, und so soll es auch sein, wenn diese Krise überstanden ist und in den Theatern der Republik wieder ohne Einschränkungen laut gelacht werden darf.  

    Den Comedy-Anfang auf der Kellerbühne machte im Frühjahr 2019 Vincent Päfflin, der sein Programm „Nicht mehr ganz so dicht“ erst dem begeisterten Publikum im beschaulichen Babylon-Keller und danach wegen des Erfolges gleich im Comödien-Saal präsentierte. Auch Christian Schulte-Loh hat sich erfolgreich im Babylon geschlagen, nachdem er als deutscher Comedian ausgerechnet in England großen Zuspruch bekam – und mit seinem Buch „Zum Lachen auf die Insel“ in den Bestsellerlisten landete.

    Noch ein junger Comedian, der sich u.a. mit seinen Babylon-Auftritten für größere Bühnen bei den Zuschauern empfohlen hat: TUTTY TRAN, der Vietnamese mit der Berliner Schnauze, der mit seinem Solo-Programm „Augen zu und durch" für Lachsalven und begeisterte Zuschauer sorgte. Dabei wird niemand verschont. Egal ob es seine ehemalige schwarze Arbeitskollegin ist, die meint, sie sei „Karamell“. Oder der Vater, wegen dessen Aussprache es immer wieder zu mittelschweren Katastrophen im Alltag kommt. Ching, Chang, Chong, Chinese im Karton. „Ich bin Vietnamese!“ – ist das nicht Jacke wie Hose? Und: Findest Tutti es eigentlich schlimm, wenn man ihn „Schlitzauge“ nennt? „Nö, ich seh das nicht so eng“. Davon können sich die Comedy-Fans spätestens Februar 2021 in der Comödie Fürth überzeugen.